Erste Hilfe Lexikon

Auf dieser Seite finden Sie alphabetisch sortiert, Erklärungen von Erste Hilfe Maßnahmen und medizinischen Begriffen.

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Automatisierte externe Defibrillation (AED) AED

Ist ein wichtiges Element zur Unterstützung der erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung. DIN E017 kennzeichnet den Standort für einen AED. Was bewirkt die Defibrillation? Nachdem die Elektroden am Körper befestigt sind efolgt durch das Gerät eine Messung. Anschließend entscheidet der Defibrillator selber, ob ein Schock notwendig ist und gibt auch erst in diesem Fall den Stromimpuls frei.

Bradykardie

Bei einer Bradykardie schlägt das Herz zu langsam, deutlich unter 60 Schlägen pro Minute, oder setzt sogar ganz aus. Normal ist ein langsamer Herzschlag im Schlaf oder bei Leistungssportlern. Tritt ein langsamer Herzschlag jedoch im Alltag und scheinbar ohne Anlass auf, muss er behandelt werden. Symptome dieser Art von Herzrhythmusstörung sind Schwindel, Müdigkeit, fehlende Belastbarkeit oder sogar Ohnmachtsanfälle. Eine Standardtherapie bei Bradykardie ist das einsetzen eines Herzschrittmachers.

Cardio First Angel

Es handelt sich dabei um ein Gerät, das dem Helfenden vermittelt, ob er bei der Herzdruckmassage alles richtig macht. Geräusche signalisieren, ob etwa die Drucktiefe stimmt und der Helfende dem Herzen auch den Raum läßt, sich wieder zu füllen - klick, klack.

DIN-Rettungszeichen D-E017

Rettungszeichen E 017Automatisierter externer Defibrillator (AED) Um die schnelle Anwendung eines AEDs für den Ersthelfer zu ermöglichen wurde im Mai 2004 ein Sicherheitszeichen für die Kennzeichnung des Standortes erarbeitet.

E-Call-System         EC = Emergency Call

Neu für Autofahrer im Jahr 2015 ist, dass alle Neufahrzeuge müssen mit einem automatischen Notrufsystem dem E-Call ausgerüstet sein. Das E-Call-System setzt unmittelbar nach dem Unfall selbsttätig einen Notruf an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 und damit an die nächst gelegene Notrufzentrale ab. Aktiviert wird dieses System durch Crash-Sensoren oder auch durch eine manuelle Auslösung. An die Notrufzentrale wird automatisch der genaue Standort des Fahrzeuges übermittelt und es besteht die Möglichkeit, mit den Insassen zu sprechen, um weitere Informationen über die Schwere des Unfalls zu erhalten. Durch dieses System soll die Zahl der Verkehrstoten reduziert werden. Die Mobilfunkanbieter leiten die E-Call-Anrufe vorrangig und kostenfrei weiter.

Erste Hilfe Kurs

Neu: ab dem 01.04.2015 dauert eine Erste Hilfe Grundkurs nur noch 9 Unterrichtseinheiten, statt wie bisher 16 Unterrichtseinheiten. Zusätzlich gibt es nur noch einen Kurs für Alle. Egal ob für den Führerschein oder den Betrieb.

Erste Hilfe Training / Auffrischung

Neu: ab dem 01.04.2015 dauert eine Erste Hilfe Training  9 Unterrichtseinheiten, statt wie bisher 8 Unterrichtseinheiten. Im Weiterem gibt es die Möglichkeit für optionale Themen.

Erste Hilfe Kurs für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder

Dieser Kurs hat neben den Grundlagen-Themen für Erwachsene als Zusatz Erste Hilfe bei Kindern enthalten.

 Funktion eines Herzschrittmachers

Der Herzschrittmacher beobachtet über mit dem Herzen verbundene Elektroden (dünne biegsame Drähte) ununterbrochen den Herzrhythmus. Ist der Herzrhythmus zu langsam, gibt der Herzschrittmacher über die Elektroden schwache elektrische Signale an das Herz ab. Diese Signale des Herzschrittmachers veranlassen das Herz, schneller oder regelmäßig zu schlagen. Die Symptome des zu langsamen Herzschlags klingen ab.

Herzinfarkt erkennen

Ein Herzinfarkt ist ein Sauerstoffmangel im Herzmuskelgewebe, aufgrund eines Verschlusses eines Herzkranzgefäßes. Mögliche Symptome sind eine Brustenge, Atemnot, beschreibende Todesängste, ausstrahlende Schmerz in den linken Arm oder bei Frauen in die Magenregion, kalter-klebriger Schweiß, blässe.

Herz-Lungen-Wiederbelebung

HerzmassageFehlende Atmung - Notruf 112 absetzen - Herzmassage starten! Im unteren Teil des Brustbeins beide Handballen aufsetzen, die Arme durchstrecken und mit dem gesamten Körpergewicht drücken in einem Tempo von 100/ min. Wenn Sie sich eine Beatmung zutrauen führen Sie diese nach 30 x drücken 2 x mal durch. Hierfür muss der Kopf nach hinten überstreckt werden und ein Atemweg verschlossen werden.

Prüfen. Rufen. Drücken.

Wenn eine Person bewusstlos zusammenbricht, sind drei Dinge wichtig:

1. PRÜFEN

  • Sprechen Sie die Person an: „Hören Sie mich?“
  • Schütteln Sie an den Schultern: Keine Reaktion?
  • Achten Sie auf die Atmung: Keine Atmung oder keine normale Atmung (Schnappatmung)?

2. RUFEN

  • Rufen Sie 112 an
  • Oder veranlassen Sie eine andere Person zum Notruf

3. DRÜCKEN

Drücken Sie fest und schnell. Beginnen Sie sofort mit der Herzdruckmassage:

  • Machen Sie den Brustkorb frei
  • Legen Sie den Ballen Ihrer Hand auf die Mitte der Brust, den Ballen Ihrer anderen Hand darüber
  • Verschränken Sie die Finger. Halten Sie die Arme gerade und gehen Sie senkrecht mit den Schultern über den Druckpunkt, so können Sie viel Kraft ausüben
  • Drücken Sie das Brustbein 5 – 6 cm nach unten
  • Drücken Sie 100 bis 120 mal pro Minute
  • Hören Sie nicht auf, bis Hilfe eintrifft
  • Geschulte Helfer sollen die Mund-zu-Mund-Beatmungen im Verhältnis von 30 Herzdruckmassagen zu 2 Beatmungen durchführen.

Einfach herunterladen, ausdrucken, ausschneiden, dreimal falten und für den Notfall einstecken.
icon Kurzanleitung (293 kB)

Quelle: einlebenretten.de

Herzschrittmacher

Ein Herzschrittmacher wird zur Behandlung von  langsamen Herzrhythmusstörungen, der sogenannten Bradykardie, eingesetzt. Durch einen Herzschrittmacher können Symptome wie  Müdigkeit, Schlappheit, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten oder auch zu schnelle Ermüdung bei körperlicher Belastung (Sport) behandelt werden.

Miktionssynkope

Hierunter versteht man ein Ereignis beim Wasserlasen, einhergehend mit einer eintretende kurzzeitige Bewusstlosigkeit von Sekunden bis maximal einer Minute. Besonders junge Männer sind davon betroffen. Dies stellt besonders ein Problem bei Seglern dar- Überbordfallen. Hier nützt es auch nicht sich mit einer Hand festzuhalten.

Mobile Retterfunktionsgrafik

 

 

 

Rautek-Rettungsgriff Sofort-Massnahmne-am-Unfallort

Dieser Griff wurde von Herrn Franz Rautek entwickelt - einem Jiu Jitsu - Lehrers. Dies ist die Kunst, wo man die Kraft des Angreifers sich zu Nutze macht. Bei einer bewusstlosen Person bedeutet es, wir können auch schwerere Menschen kurze Strecken transportieren. Jedoch sehr wichtig, weitere Verletzungen der Person werden vermieden. Hierzu unter die Achseln greifen, den unverletzten Arm anwickeln und mit den Daumen nach vorne ( Affengriff) den Unterarm ergreifen. Anschließend die Person auf einen Oberschenkel ziehen und der 2. Helfer kann an den Oberschenkel anfassen und beim Tragen helfen.

Rettungsdecke

Die Rettungsdecke hat zwar zwei Seiten- golden und silber- jedoch ist es für den Wärmeerhalt im Notfall nicht relevant, welche Seite man nutzt.
Nur die Bergwacht freut sich bei Ski-Unfällen, wenn man die goldene Seite nach außen nimmt, damit man schneller im Schnee gesichtet wird.
Warum es zwei Seiten gibt?
Hierfür ist ein kleiner geschichtlicher Exkurs notwendig. Die Decke wurde Ende der 60iger Jahre von der NASA für die Raumfahrt entwickelt. Im Weltall spielt der Reflexionsunterschied von 1 % eine Rolle.

Schlaganfall erkennen

Ein Schlaganfall kann durch einen Verschluss oder durch einen Riss eines Gehirngefäßes auftreten. Mögliche Symptome sind Sprachstörungen wie z.B. Wortfindungsstörungen, fehlendes Textverständnis oder Zahlenverständnis, Sprechstörungen in Form von einer verlangsamten und lallenter Sprache, Halbseitenlähmung z.B. eine Gesichtshälfte hängt runter, Sehstörungen, Schluckstörungen.

Volumenmangelschock

Ein Volumenmangelschock kann durch einen hohen Blutverlust oder durch lang anhaltende Brech-Durchfälle entstehen.