Wiederholungs täter

Nachwuchsensemble feiert Premiere

Weltpremiere: Mit Die schwarze Flasche führt das Kieler Theaterensemble Wiederholungstäter am 1. Oktober sein erstes Bühnenstück in der Pumpe auf. An insgesamt fünf Terminen an zwei Locations ist das humorvolle Stück zu sehen.

  • Premiere von Die schwarze Flasche am 1. Oktober 2016 im Roten Salon in der Pumpe
  • Das Kieler Ensemble Wiederholungstäter präsentiert sein allererstes Bühnenstück.
  • Weitere Auftritte im Oktober und Dezember in der Pumpe sowie im Bunker-D zur Bunkerwoche

Milli und Max, ein junges Liebespaar, verbringen die Nacht in einem abgelegenen Hotel. Der arbeitslose Literat Max, verfolgt von den Schatten seiner Vergangenheit, hat einen verhängnisvollen Plan für die gemeinsame Nacht. Seine Geliebte Milli, die mit ihm durchgebrannt ist, scheint ihm, blind vor Liebe, überall hin folgen zu wollen. Nur die düstere und zynische Kellnerin des Hotels jagt dem jungen Mädchen Angst ein. Der Plan droht zu scheitern.

Die schwarze Flasche, im Original von Eduard von Keyserling aus dem Jahr 1902, ist das erste Bühnenstück des Kieler Theaterensembles Wiederholungstäter. Die vier Freunde haben die gesamte Aufführung in Eigenregie gestaltet. Mit wenigen Mitteln als Hobbygruppe etwas Neues schaffen, lautete der Plan. Dabei herausgekommen ist ein humorvolles Stück im minimalistischen Stil. „Wir haben das Stück modernisiert und erweitert. Wer das Original kennt, den wird die eine oder andere Wendung in unserer Version überraschen“, so die Pressebeauftrage der Gruppe Silja Rulle.

Erst einmal musste das Skript umgekrempelt werden: „Über die Hälfte der Zeit haben wir mit Textarbeit verbracht“, beschreibt Darsteller Patrick Thoms den Arbeitsprozess. Eine ordentliche Prise schwarzer Humor, ein großes Stück Modernisierung und eine Messerspitze blumige Worte für einen selbstverliebten Poeten schufen ein rundumerneuertes Stück.

Das junge Ensemble probt in der Pumpe, wo auch die Premiere und zwei weitere Auftritte stattfinden. „Es ist toll, einen Probenraum mit Bühne und Licht zu haben“, freut sich Schauspielerin Mira Awan. Auch im Bunker-D auf dem Campus der Fachhochschule tritt das Ensemble zweimal auf. Max-Darsteller Patrick Thoms beschreibt, wie wohl sich die Gruppe mit beiden Veranstaltungsorten fühlt: „Hier sind Leute, die uns haben wollen.“

Nicht nur das gemeinsame Spielen und Schreiben verbindet die vier Wiederholungstäter: „Wir sind Freunde und kennen uns als Gruppe schon sehr lange“, so Darstellerin Franzi Hauptmann.

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